Süden
Die Halbinsel
Jandia
hat etwa die Hälfte aller Strände von
Fuerteventura
. Die Küstenstraße aus Richtung Puerto del Rosario führt durch den zweitwichtigsten Hafen der Insel, dem Gran Tarajal. Die Niederschlagsmenge ist hier so gering, so dass Tomaten für den Export angebaut werden und im Hafen verladen werden können. Weiter entlang der Badeorte Tarajalejo und Playa Puerto Rico ergeben sich immer wieder schöne Aussichten. In Richtung Pajara und La Pared ändert sich die Landschaft abrupt. Schluchten und Vulkankegel werden schroffer, je mehr man sich den abgelegenen Regionen der Insel nähert. Der Mini-Hadrianswall in Pajara, der einst die beiden Königreiche der Guanchenzeit Maxorata und Jandia trennte, lässt sich noch erahnen. Überquert man die alte Grenze, wird einem Fuerteventuras Beinamen „Insel der Einsamkeit“ bewusst. Hinter Pared von der
Barlovento-Küste
und dem Club Aldiana weg führt eine Straße zu den Sotavento-Stränden im Osten.
Die eintönige Landschaft verwandelt sich plötzlich in einen atemberaubenden Blick auf das türkisblaue Meer und den Badeort Matas Blancas. Der gleichnamig bekannte Strand ist rund 25 km lang und wirkt beinahe unendlich. Dahinter erstrecken sich die Touristenhochburgen Canada del Rio, die Costa Calma, Playa Esmeralda Andia und die ausufernde Anlage Los Gorriones. Die Straße führt weiter zur Hafenstadt Morro del Jable. Schroffe Klippen säumen hier die malerische Küste. Morro del Jable ist wichtiger Fischereihafen, die Restaurants bieten gute Fischgerichte. Viele Sandstrände und gezackte Silhouetten der Vulkanberge bieten ein dramatisches Landschaftsbild. Zu den kleineren Badeorten gehören Playa Juan Gomez sowie die Dörfer Casa de Joros und Casa Cueva de la Negra. Beeindruckend ist der endlos lange Playa de las Pillas der sich von Ost nach West um die Südspitze zieht.
Immer wieder sieht man den 807 m hohen
Jandia
, den höchsten Berg Fuerteventuras. Wie eine Pyramide ragt er himmelwärts, seine Felsen gehören zu den ältesten Gesteinsformationen der Kanaren.
Nahe dem südlichsten Punkt der Insel, Caserio Puerto de la Luz, befindet das Gebiet um die
Sotavento-Küste
und stellt das beliebte Reiseziel deutscher Urlauber dar. Die Westküste, ein 20 km langer, weißer Sandstrand, ist fast immer menschenleer. Sie ist zwar nur einige Kilometer von den Ferienanlagen der Sotavento-Küste entfernt, aber nur schwer erreichbar. Die Atlantikwind hat einige wunderbare Strände geschaffen, wie die Playa de Barlovento de Andia oder die Playa de Cofete. Ganz in der Nähe befindet sich ein alter verlassener Weiler. Auf dieser Seite der Halbinsel hat der Wind bizarre Figuren aus Vulkan- und Sandstein hinterlassen, die die Küste förmlich bewachen.

