Las Palmas
Las Palmas
ist Hauptstadt von
Gran Canaria
und eine ständig wachsende, kosmopolitische und multikulturelle Metropole. Ihre Einwohnerzahl ist innerhalb der letzten 30 Jahre auf über 350.000 gestiegen, mehr als die Hälfte aller Canarios leben mittlerweile hier. Dennoch hat sie ihren eigenen unverwechselbaren Charme behalten.
Eine Vielzahl interessanter Museen und einige reizvolle Kirchengebäude stellen bedeutende Sehenswürdigkeiten der Stadt dar. Besonders der Pueblo de Canario im Doramas-Park, ein Modelldorf, das die traditionelle Lebensweise auf der Insel zeigt und in dem regelmäßig Volkstänze dargeboten werden. Zu den ersten Siedlern der Stadt zählten Phönizier, Karthager und Mauren, doch erst mit der Ankunft der Spanier im 15. Jh. wurden die Grundsteine für Las Palmas gelegt. Ein Spaziergang durch das historische
Vegueta-Viertel
verdeutlicht den Einfluss der aus spanischer Kolonialzeit, schmale Straßen und verzierte Gebäude, wie etwa die Casa de Colon (Kolumbushaus) belegen dies.
Als willkommene Abwechslung bietet sich ein Einkaufsbummel in einem der zahlreichen Kaufhäuser und lebhaften Märkte an. Der wunderschöne weiße Sandstrand
Playa de las Canteras
lädt zum Badevergnügen ein. Den Abend lässt sich in einem der vielen exzellenten Restaurants einläuten, das Angebot an Bars mit Atmosphäre wird Nachtschwärmern besonders gefallen.
Stadtrundgang
Als Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang eignet sich das historische Vegueta-Viertel südlich des Hafens. Der Zugang zu der Plaza Santa Ana, dem Hauptplatz Veguetas, wird von mehreren Bronzestatuen eines sagenumwobenen Riesenhundes bewacht. Dieser ist Wahrzeichen der Stadt, der Hund ist zudem seit 1506 Bestandteil des Wappens Las Palmas. Hier erhebt sich die herrschaftliche Santa-Ana-Kathedrale aus dem 15. Jh, ihr Bau dauerte Jahrhunderte und zeigt eine Mischung aus gotischen, barocken und neoklassizistischen Bauelementen. Ihr wertvollstes Stück ist eine aus dem späten 15. Jh. stammende Eroberungsfahne. Gleich innerhalb der Kathedrale zeigt das Museo Diocesano de Arte Sacro eine sehenswerte Sammlung aztekischer und kolumbianischer Schätze, einige seltene Gemälde und religiöse Gegenstände. Eine Reihe weiterer historischer Gebäude sind der Bischofspalais, die Herreria die Casa de Los Hidalgos (Haus der Adligen) und das Regierungsgebäude zu nennen.
Das Museo Canario (kanarische Museum) befindet sich südlich der Plaza Santa. Die interessantesten Ausstellungsstücke sind mumifizierte Guanchen, seltenes Geschirr, alte Werkzeuge und Waffen. Eine umfangreiche Bibliothek bietet die Möglichkeit, sich über die Naturgeschichte und Botanik zu informieren.
Von der Rückseite der Kathedrale in Richtung Meer stößt man auf eines der faszinierendsten Beispiele früher kanarischer Architektur, dem Casa de Colon (Kolumbushaus). Mit seiner reich verzierten Außenfassade und seinem Innenausbau im Renaissancestil war es der Sitz des ersten Inselstatthalters. Heute dient die Casa de Colon als Museum, das sich thematisch mit der Zeit der Entdeckung beschäftigt und alte Navigationsinstrumente, Seekarten und Schiffsmodelle zeigt. Natürlich ist auch ein Portrait von Kolumbus, neben Werken der Barockmaler Veronese, Divino Morales und Guido Reni hier untergebracht. Gegenüber dem kleinen gepflasterten Platz vor der Ca de Colon befindet sich die entzückende Kirche, Ermita San Antonio Abad, in der Kolumbus vor seiner großen Entdeckungsreise gebt haben soll.
Eine stark befahrene Straße trennt das Vegueta-Viertel von der eigentlichen Innenstadt und der Hauptgeschäftsstraße der Stadt, die Calle Mayor de Triana. Im Osten des Triana-Viertels trifft man auf das 1919 erbaute Perez-Galdos-Theater, in dessen Foyer sich Wandmalereien von Nestor de la Torre befinden. Folgt man der Triana-Straße in östlicher Richtung, befindet sich am Parque San Telmo die gleichnamige Kirche aus dem 15. Jh. Ein bezaubernder Cafe-Kiosk im Jugendstil und ein altes Armeegebäude, von dem aus General Franco seinen Staatsstreich am 18. Juli 1936 verkündete, stehen ebenfalls hier. Ganz in der Nähe, an der dem Meer zugewandten Seite der Avenida Maritima, liegt der Busbahnhof.
Ein paar hundert Meter weiter liegt der
Doramas-Park
, benannt nach dem letzten hier lebenden Guanchen-Häuptling. Das Herzstück des schönen Parks ist das Modelldorf Pueblo Canario, das einen guten Einblick in das frühere Dorfleben bietet. Das Dorf wurde 1939 nach den Plänen des kanarischen Malers Nestor de la Torre gebaut. Auf dem Gelände ist ein Museum mit den schönsten Gemälden de la Torres untergebracht. Oft ist es auch Schauplatz von Folklore-Darbietungen.
Weiter in Richtung des Hafenviertels La Luz beginnt die Gartenstadt, die wegen ihrer vielen Bäume und Alleen so genannt wird. Jenseits des Gartenviertels, gegenüber dem Alcaravanares-Viertel, befinden sich der Jachthafen und das Marinehauptquartier. Der eigentliche Stadtkern liegt um den Santa-Catalina-Platz. Hier befinden sich das Fremdenverkehrsamt und ein Markt, auf dem man allerlei Kunstgewerbliches erstehen kann. Sonntags findet gegenüber dem Hafenviertel ein üppiger Markt statt, der Mercado del Puerto. Die Playa de las Canteras ist der Strand von Las Palmas schlechthin, vier Kilometer feiner weißer Sandstrand ziehen sich entlang der Promenade. Bistros, Hotels, Nachtclubs sorgen für lebhaften Betrieb rund um die Uhr. Die Festung Castillo de la Luz bewacht die Hafeneinfahrt im Vorort La Isleta. Das 1494 errichtete Gebäude diente früher der Abschreckung von Piraten und beherbergt heute eine Kunstgalerie.
Einkaufen
Gran Canaria und vor allem Las Palmas gilt als wahres Einkaufsparadies. Es empfiehlt sich ein Abstecher in
die Hafengegend oder in die Läden in der Calle Mayor de Triana und
Calle Mesa y Lopez. Im Triana-Viertel sollte man das riesige Kaufhaus
El Corte Ingles und die Galerias Preciados besuchen.
Am Mercado Central im Vegueta-Viertel reizt mit dem Handel und geschäftigen
Treiben der Einheimischen. Hier gibt es frischen und geräucherten
Fisch, Fleisch und Käse von allen Inseln, Blumen, Obst und Gemüse, Kräuter, Gewürze und regionale Spezialitäten.
Am Santa-Catalina-Park befindet sich eine Ansammlung bunter Verkaufsbuden,
von Lederwaren bis hin zu Postkarten wird hier so ziemlich alles
angeboten.

