Norden
Telde
ist die zweitgrößte Stadt von
Gran Canaria
und war die erste Kolonialsiedlung der Spanier. Telde ist in drei Stadtteile gegliedert. Das Viertel San Juan ist benannt nach der aus Vulkangestein erbauten Pfarrkirche. Sie birgt eine 500 Jahre alte flämische Holzschnitzerei im Altar, eine aus dem 16. Jh. stammende Christusfigur sowie ein hervorragendes Gemälde des italienischen Künstlers Vicenzo Carducci. Das Viertel
San Francisco
ist nach dem gleichnamigen Kloster benannt, das für seine sorgsam ausgearbeiteten Holzvertäfelungen berühmt ist. Das
Los-Llanos-Viertel
war ursprünglich das Arbeiterviertel, wo maurische und afrikanische Sklave wohnten und auf Zuckerrohrplantagen arbeiteten. Hier befindet sich auch das ehemalige Guanchen-Mausoleum Cuatro Puertas. Die Höhlengräber sind heute Ziegenställe.
Galdar bietet einige nette Sehenswürdigkeiten, etwa die Cueva Pintada, eine mit bunten geometrischen Figuren ausgemalte Höhle aus der Zeit der Guanchen, oder den alten Friedhof Tumulo de la Guancha. Das Rathaus ist umgeben von einem riesigen Drachenbaum und beherbergt ein Museum mit Relikten der Guanchenzeit. Die aus dem 18. Jh. stammende Kirche Tenesor Semidan besitzt ein 500 Jahre altes Taufbecken aus grüner Keramik. Über die Vega-Mayor-Ebene gelangt man nach Santa Maria de Guia, ein hübsches Dorf, berühmt für seine Ziegenmilch und seinen Distelkäse. Eine kleine Kirche erinnert mit Skulpturen an Jose Lujan Perez, der in Tres Palmas geboren wurde.
Arucas bietet Besuchern neben einem malerischen Stadtpark die Pfarrkirche als Hauptattraktion der Stadt. Das im neogotischen Stil zum Anfang des 20. Jh. erbaute Gotteshaus gleicht einer Kathedrale. Etwas oberhalb der Stadt befindet sich ein botanischer Garten mit Ausblickspunkt, der einen schönen Ausblick auf das fruchtbare Tal und die Ebene bietet.
Lohnenswert ist einen Abstecher in die Berge zur eleganten Kleinstadt Teror. Ihre breiten Straßen sind von hübschen Häusern aus der Kolonialzeit gesäumt. Im Jahre 1481 soll hier die Madonna in einer Kiefer erschienen sein. Die Stadt wurde daraufhin zum Wallfahrtsort. Äußerst sehenswert sind die neoklassizistische Basilika Nuestra Senora del Pino aus dem 18. Jh. und ihr mit Edelsteinen geschmückter Schrein wie auch der zur selben Zeit erbaute Turm und das Bischofspalais.
Zwischen Vegueta und Triana lohnt ein Abstecher zum Botanischen Garten
Jardin Canario
. Der Garten bietet eine überwältigende Vielfalt an kanarischer Flora, bizarren Drachenbäumen und hat einen Kakteengarten. Durch den engen Ortsteil Tafiras hindurch gelangt man zu einem Golfplatz, der auf dem Vulkankrater Tafira sitzt.
Santa Brigida nannte sich früher Sataute, kleine Palme, und ist ein typisch kanarisches Provinzstädtchen. Es ist malerisch von Palmen umgeben ist und liegt am Rand einer tiefen Schlucht. Die Kirche enthält eine Christusskulptur eines einheimischen Künstlers. Das Städtchen ist außerdem für seine schönen Töpferwaren bekannt. In Vega de San Mateo sollte man auf keinen Fall den Obst- und Blumenmarkt im verpassen. Von hier aus schlängelt sich die Straße weiter an zwei Aussichtspunkten vorbei zum höchsten Punkt der Hauptstraße, dem Cruz de Tejeda, 1450 m über dem Meeresspiegel. Hier gibt es ein staatlich geführtes Parador-Hotel.
Die spektakuläre Spitze des
Roque Nubio
(Wolkenfelsen) ist 1817 m hoch und hebt sich markant von der rauen Vulkanlandschaft ab. Die riesigen Findlinge El Fraile (der Mönch) und Roque Bentaiga sind hier zu sehen. Bei guter Wetterlage kann man in der Ferne den majestätischen wirkenden
Teide
auf Teneriffa sehen. Eine Seitenstraße führt hinauf zum Pico de las Nieves (1949 m) mit seiner atemberaubenden Aussicht.
Das abgelegene Dorf Artenara ist umgeben von zerhöhlten Schluchten und einigen Bergspitzen mit Gipfelkreuzen. Hauptattraktion ist die kleine Ermita Cueva de la Virgen, ein aus Vulkangestein gehauener Schrein. Mirador la Silla bietet einen schönen Panoramablick auf den 1444 m hohen
Tamadaba
, der von Pinienwäldern umgeben ist. Das Dorf Tejeda ist für seine ausgezeichneten Kuchen bekannt und lädt zu einer Pause ein. Nahe den Barranco de Ayacate bietet sich nochmals eine herrliche Aussicht auf den Pico de las Nieves.

