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Süden

Neben dem 4 km langen Canteras-Strand westlich von 

Las Palmas

 bietet 

Gran Canaria

 noch drei größere Badestrände an der Südküste. Fast könnte man sie schon „Costa Canaria“ nennen, da sie den Küsten der Iberischen Halbinsel sehr ähneln. Entweder man liebt diese Badeorte, oder man meidet sie. Am 

Playa del Ingles

 und am Strand von 

Maspalomas

 tummeln sich die meisten Touristen, hier stehen Badevergnügen und Sonne pur im Vordergrund. Unzählige Ferienanlagen reihen sich aneinander und sind mit der Landschaft mit den weiten Sandstränden förmlich zusammengeschmolzen. Neben den Bade- und Wassersportmöglichkeiten bietet Maspalomas genügend Unterhaltungsmöglichkeiten, ein Vergnügungspark mit Riesenrad, Laserspielen und anderen Attraktionen locken den Urlauber.

Westlich von Maspalomas liegt Puerto Rico, das dritte große Feriendomizil. Andere beliebte Ferienorte entlang der Südküste sind San Agustin, Arguineguin und Puerto del Mogan. Viele Badeorte haben sich leider auch hier in hohe Betonwüsten verwandelt, die Freizeitangebote sind jedoch überall sehr gut. Südlich von Maspalomas erstreckt sich eine wüstenähnliche Dünenlandschaft, die in einen langen, unbebauten Strand mündet und eine große Landzunge einsäumt. Wer die Ruhe bevorzugt, liegt hier richtig, allerdings steht das Gebiet unter Naturschutz.

Puerto del Mogan mit seinen malerischen Villen und seinem lebhaften Hafen ist eine Ausnahme und noch relativ vom Tourismus verschont geblieben.Empfehlenswert ist eine Tour entlang der Südküste mit einem Abstecher zur malerischen Barranco Berriel und dem dramatisch wirkenden Aguila Canyon. Vorbei an der Playa del Ingles und Maspalomas bietet die Küstenstraße immer wieder hervorragende Aussichten auf die Sandbuchten von Pasito Blanco. Weiter entlang der Ferienanlage von Puerto Rico bis kurz vor die Playa de Mogan führt die Strasse dann durch das steil abfallende Barranco de Mogan ins Landesinnere.

Der Ort Ingenio wurde von den Portugiesen gegründet und erbte eine Tradition okkulter Bräuche von den Sklaven, die lange hier wohnten. Das Museu de Piedras e Artesania Canaria zeigt interessante Relikte aus der Guanchenzeit, alte landwirtschaftliche Werkzeuge und Steingut. Ingenio ist auch berühmt für seine filigranen Stickereien.

Nahe der Stadt San Bartolome de Tirajana lohnen sich eine Besichtigung der Höhlen, vor allem der Del Pinar und die der Cuevas Blancas. San Bartolome de Tirajana wurde in das Kraterbecken des Vulkans 

Tirajana

 gebaut, in dessen Hintergrund sich malerisch das Zentralmassiv der Insel erhebt. Eine surrealistisch anmutende Landschaft mit Bäumen und Obstgärten, wie Mandel, Pinien, Apfel- und Pflaumenbäume, vermischen sich immer wieder mit Palmen. Sie ist die am meisten besuchte Attraktion der gesamten Kanaren und bietet außergewöhnliche Aussichten vom 

Mirador Posador

.

Südwärts führt eine Straße durch die malerische Fataga-Schlucht hinunter zur Küste nach Maspalomas. Fährt man in Richtung Ostküste, gelangt man zum hübschen Dorf Santa Lucia. Ein kleines Völkerkundemuseum stellt neben Exponaten aus der Guanchenzeit eine Mumiensammlung aus. Das Museum La Fortaleza führt ein Restaurant, dessen Dekoration mit Kunstgegenständen der Guanchen den Besucher in die Stimmung eines traditionellen kanarischen Mahls zurückversetzt. Einige Läden im Dorf führen interessantes Kunsthandwerk. Unweit Santa Lucia, gelangt man zur Fortaleza Grande. Der Ort Temisas ist berühmt für seine Oliven. In den Schluchten Balos und Guayadeque wurden einige interessante Relikte aus der Zeit der Guanchen ausgegraben.

Ab Mogan führt eine Straße durch das malerische La-Aldea-Tal zum Aussichtspunkt 

Mirador de Balcon

. In El Risco befindet sich ein kleiner, hübscher Strand. Auf Serpentinen führt die Straße an mehreren schönen Aussichtspunkten vorbei. Lohnenswert ist ein Halt am Dedo de Dios, dem „Finger Gottes“, kurz vor der Stadt Agaete. Die Ermita La Virgen de las Nieves ist die Hauptattraktion von Agaete. Im Innern des Klosters ist eine Madonna mit Kind aus dem 16. Jh.  ausgestellt. Zwischen Agaete und Galdar sind liegen weitere Sehenswürdigkeiten, die Höhle der Kreuze sowie die Einsiedelei des Heiligen Isidro de Viejo. Puerto de Las Nieves ist ein traditionell altes Fischerdorf. Im Hafen werden noch Bananen verladen. Man trifft auf einige exzellente Restaurants, wo der Fisch frisch zubereitet wird.

 
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