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San Sebastian

In 

San Sebastian

 ist von Hektik und großstädtischem Chaos nichts zu spüren. Mit rund 5.000 Einwohnern kennzeichnet San Sebastian ein eher provinzielles Flair. Doch die kleine Hafenstadt lockt mit einigen Sehenswürdigkeiten und Geschäften sowie mit dem wichtigen Fähr- und Yachthafen. Eine riesige Christusstatue, deren Arm nach dem fernen Amerika ausgestreckt ist, wacht über der Stadt und dem Hafenbecken. Helle Yachten und bunte Boote schaukeln neben der breiten Mole, für die aus Teneriffa eintreffenden Fährschiffe. Es lohnt sich, eine Weile die beschauliche Atmosphäre in Ruhe zu genießen. Auf den lebhaften Plätzen treffen sich die Gomeros, um Neuigkeiten auszutauschen oder einfach nur dem bunten Treiben der Stadt zuzuschauen. Die Hafenpromenade führt direkt zur Plaza de Las Americas.
Zahlreiche Kioske und Bars säumen hier den beliebten Treffpunkt am Meer. An dessen Ostseite befindet sich das Rathaus mit seinem offenen Bogengang, einer kleinen Turmuhr und hübschen Holzbalkonen. Hier sind unter anderem Werke des einheimischen Malers Jose Aguilar ausgestellt. Hauptplatz und Treffpunkt der Stadt ist die Plaza Calvo Sotelo. Gleich dahinter befindet sich die Plaza de la Constitution, einige nette Terrassencafes laden im Schatten indischer Lorbeerbäume zum Verweilen ein.

Meist erst auf den zweiten Blick entdeckt man, dass die Stadt auch architektonisch einiges vorzuweisen hat: Einige Gebäude sind im maurischen Stil und spanischem Barock erbaut und manche schattigen Innenhöfe bieten immer wieder reizvolle Einblicke. Im Haus Nummer 56 der Calle del Medio hielt sich einst 

Christoph Kolumbus

 auf, heute befindet sich hier ein 

Museum

.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Brunnenhaus Pozo de Aguada und die Kirche Iglesia de la Asuncion aus dem 15. Jahrhundert. Ihren Eingangsbereich schmücken beachtenswerte Fresken aus dem Jahre 1760, die angreifende englische Schiffe zeigen. Die Fassade ist aus Lavagestein, eine Gedenktafel erinnert an den spanischen Eroberer Hernan Cortes. Die Torre del Conde, ein Turm aus dem Jahre 1447, ist das letzte Überbleibsel militärischer Architektur auf den 

Kanaren

 und ist zugleich das beeindruckendste Monument der Stadt. Er beherbergt ein Museum mit interessanten Exponaten aus Amerika und erinnert an die enge Verbindung von La Gomera

 mit dem 6500 km entfernten Kontinent.
San Sebastians einstiges Zollhaus wurde im 17. Jh. erbaut und ist an dessen hölzernen Inselwappen erkennbar. Hier wurden für den Export bestimmte Waren zwischengelagert, bekannt wurde es jedoch aus einem anderen Grund: Sein Innenhof birgt einen Brunnen, aus dem der Entdecker Kolumbus Wasservorräte für seine Seefahrten auffüllte.

Wenige Meter vom Zentrum bietet die Hauptstadt mit der 

Playa de San Sebastian

 und der 

Playa de la Cueva

 gute Bademöglichkeiten. Am dunklen Stadtstrand hinter der Hafenpromenade tummeln sich vor allem im Sommer die Einheimischen. Durch die Hafenmole geschützt, ist hier kaum Wellengang. Die feinsandige Playa de la Cueva liegt hinter dem Felsmassiv an der Hafenmole. Am zugemauerten Tunnel vorbei gelangt man zu dem 250m langen, gut gepflegten Strand, der durch Wellenbrecher vor starker Brandung geschützt ist. Südwestlich von San Sebastian befindet sich die Playa de la Guancha. Sie ist allerdings nur mit einer Wanderung von etwa 1,5h zu erreichen Ein imposanter Blick über das Meer zum nahen Teneriffa und die herrliche Lage des Küstenabschnitts entschädigen allerdings die Anstrengungen.

 
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