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Norden

Bis zum Jahre 1852 war 

Teguise

 Hauptstadt von 

Lanzarote

  und stellt heute ein interessantes Reiseziel mit einigen Sehenswürdigkeiten dar. Gegründet wurde die Stadt von Maciot de Bethancourt, dem Neffen des Eroberers Jean de Bethancourt. Zum Schutze vor plündernden Piraten liegt Teguise von der Küste entfernt im Landesinneren.

Sehenswert ist das Castillo de Santa Barbara, eine Festungsanlage, von Lanzarotto Malocello im 14. Jh. erbaut, nebst der Callejon de la Sangre (Blutgasse), benannt nach den kriegerischen Angriffen von Mauren und Berbern. Das schönste Gebäude der Altstadt ist zweifellos der Palast der Königin Ico. Der Marques de Herrera, ein reicher Kaufmann aus Genua, residierte hier mit seiner Familie im 18. Jh., heute befindet sich hier ein Museum. Einen weiteren Besuch wert sind die alten Kirchen und Klöster San Francisco, Vera Cruz und Santo Domingo. Diese Kirche, Nuestra Senora de Guadalupe, im Zentrum von Teguise zählt zu den ältesten Gotteshäusern auf den Kanaren. Gebäude im typisch maurischen Stil und Herrenhäuser mit verzierten Balkonen und schattigen Höfen säumen die gepflasterten Straßen der Stadt. Der prachtvolle El Meson de Paco aus dem frühen 18. Jh. beherbergt heute ein Restaurant und eine Kunstgalerie.

Tahiche ist ein hübsches Städtchen mit einigen imposanten Villen, von wo der Künstler Cesar Manrique stammte. Die Stadt Guatiza ist das Zentrum der Cochenille-Produktion. Riesige Feigenkaktusfelder wurden für die Zucht der Insekten angelegt, aus denen der rote Farbstoff gewonnen wird. Eine Windmühle wurde zu einem Restaurant umgebaut, gleich nebenan wurde ein faszinierender Kakteen Garten errichtet. Weiter Richtung Norden, erreicht man den reizenden Hafen Arrieta mit seinem pechschwarzen Steinstrand. Zurück Richtung Süden führt eine Straße direkt zu den Klippen Riscos de Famara. Der Penas del Chache stellt mit 670 m über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt der Insel dar.

Nördlich vor Lanzarote liegt 

La Graciosa

. Sie gehört zu den kleinen kanarischen Inseln, wie Alegranza, Montana Clara und Infiemo. La Graciosa ist durch einen schmalen Meeresstreifen, dem El Rio (der Fluss), vom Festland getrennt. Die Vegetation der Insel ist relativ öde und unfruchtbar. Die höchste der vier Bergspitzen im Zentrum von La Graciosa sind der Montana de las Aguilas mit 266 m Höhe, der Montana Bermeja mit 157 m Höhe und im Süden der 172 m hohe Montana Amarilla. Im Osten liegt Caleta del Sebo, ein Hafenort. der den Salinas del Rio auf Lanzarote gegenüberliegt. La Graciosas einzige weitere Ortschaft ist das kleine Fischerdorf Pedro Barba im Nordosten der Insel.

Caleta del Sebo wird von der Montana de Mojon bewacht. Die jungen Vulkankegel sind von einer flachen, sandigen Ebene umgeben. La Graciosa hat etwa rund 500 Einwohner, jahrelang war der Fischfang die einzige Einnahmequelle. Als der kanarische Gouverneur Garcia 1850 auf die Insel kam, teilte er das Land unter den Einheimischen auf und gab ihnen Kamele. Seitdem betreiben die Graciosas auch Landwirtschaft.

Im Jahre 1402 nahm Jean de Bethancourt die Insel für die spanische Krone ein und nutzte sie als Militarstützpunkt. Später war La Graciosa beliebtes Versteck von Piratenbanden und deren Beute. Heute zieht die Insel einige Fischer und vor allem Sonnenanbeter zu den herrlichen Stränden 

Playa Las Conchas

Playa Francesa

 und 

Playa Lambra

 an.

 
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